Fediverse | Wie steht es eigentlich in Sachen ActivityPub C2S (Client-to-Server) Schnittstelle?

Derzeit läuft die gängige Kommunikation im Fediverse ja über eine Server 2 Server (S2S) API, also die verschiedenen Installationen der Plattformen kommunizieren/federieren miteinander und die Benutzer nutzen die Weboberfläche oder eine App die über spezifische Schnittstellen mit den Plattformen kommuniziert. Eine Umsetzung von C2S ist mir jedoch nicht bekannt, wo das doch wirklich schlanke Fediverse Server die nicht den Ballast eines Frontends mit sich schleppen müssten erlauben würde. Sprich es würde zu einer noch sehr viel weitergehenden Dezentralisierung kommen. Natürlich könnte man wenn man das will auch weiterhin einen Fediverse Server und ein Webfrontend auf einen Server packen.

#Fediverse #ActivityPub #C2S #Client-to-Server #Schnittstelle #API #Frage #Kommunikation #Dezentralität @dach

  • Klasse & Methode@chaos.social
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    14 days ago

    @sascha @dach wir haben gerade erst die erste Implementierung von C2S bei @lauti gemacht. LAUTI läuft dabei weiter als Server, Veranstaltungen werden dann aber mit C2S auf einem anderen fediverse veröffentlicht. Bisher haben wir das erfolgreich mit @Bonfire getestet. Es sollte aber auch mit anderen Servern funktionieren, solange die eine C2S authentikation mittels HTTP Signatur unterstützen. Mehr dazu gibt es auch bald in einem Blog post auf https://lauti.org/

  • mschae@discuss.mschae23.de
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    15 days ago

    Na ja, Lemmy funktioniert so. Der Server selbst enthält keine Benutzeroberfläche. Die wird stattdessen von lemmy-ui bereitgestellt, was separat gehostet wird und die gleiche API wie alle anderen Clients verwendet.

    Ein Standard, wie die C2S-API aussehen sollte (so wie Matrix das hat), ist mir allerdings nicht bekannt. Bei den APIs ändert sich ja im Moment auch noch viel (besonders im Hinblick auf Lemmy 1.0.0, was die API-Version 4 mit sehr vielen Änderungen mit sich bringt).

    Alle anderen Fediverse-Server, die ich kenne, enthalten bereits von sich aus eine Weboberfläche. Da ist die C2S-API bei neuen Funktionen vermutlich nicht der erste Gedanke.

    • poVoq@slrpnk.net
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      15 days ago

      Die offizielle ActivityPub Spezifikationen enthalten auch eine rudimentäre C2S API, aber diese wurde nicht von Mastodon implementiert.

      • sascha@friendica.deOP
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        15 days ago

        @poVoq @mschae Genau die meine ich. Den die würde wenn man das voran bringt sehr schlanke Fediverse Server und Clienten/Frontends aller Couleur erlauben. Sprich jeder könnte wenn es sich nur um wenige Benutzer handelt (was ja an sich dem dezentralen Gedanken des Fediverse entspricht) einen Server auf einen Raspi knallen der ständig mit dem Netz verbunden ist und den Clienten/Frontend nutzen das er oder sie will.

        • poVoq@slrpnk.net
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          15 days ago

          Naja, auch ohne die ActivityPub C2S API ist das ja schon im Grunde der Fall, nur halt mit Reimplementationen der Mastodon C2S API. GoToSocial z.B läuft problemlos auf einem RasberryPi 3/4/5 und kann mit quasi sämtlichen Mastodon apps als Backend genutzt werden.

          • sascha@friendica.deOP
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            15 days ago

            @poVoq Der Gedanke bei C2S ist aber wenn ich es recht verstehe bei ActivityPub ein anderer, eben eine total neutrale einheitliche API zu haben die unabhängig von den Eigenheiten einer Plattform läuft. Sprich die totale Entkopplung von Server und Client.

            • Holla@feddit.org
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              15 days ago

              Ich glaube das die Idee jeden Client mit jedem Backend verwenden zu können in der Praxis nicht so gut funktionieren würde, weil letzlich muss die Nutzeroberfläche ja für irgendeinen bestimmten Anwendungsfall entworfen werden, da kann man nicht so leicht sagen das soll für alles sein. Die verschiedenen Server haben ja auch jeweils ihre Spezialisierungen. Das Fediverse besteht ja nicht nur aus Twitterklonen

              • sascha@friendica.deOP
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                15 days ago

                @waldfee Das geht durchaus, mit kleinen nicht spezifischen Servern. Sprich der Client/Frontend bestimmt wie es aussieht. Der Server konzentriert sich auf die Federation und andere grundsätzliche Aufgaben. Natürlich ist das das totale Gegenteil von dem was heute die meisten Fediverse Plattformen darstellen. Der Vorteil läge darin das der Nutzer entscheiden kann was für einen Clienten/Frontend er nutzt, mit welchen Server er es nutzt, das die Dezentralität massiv erhöht würde und es zusammen mit anderen Ansätzen die derzeit noch nicht groß genutzt aber bereits in AP angelegt sind auch möglich wäre seinen Account von einen Fediverse Server auf jeden anderen Fediverse Server zu migrieren, wobei das wahrscheinlich noch etwas dauern wird.