So charmant ich den britisch-israelischen Starkoch Yotam Ottolenghi auch finde, muss ich doch seiner Aussage widersprechen, dass dieses Rezept eine schnelle Angelegenheit und einfach ist. Womöglich seid Ihr anderer Meinung.
Kreukümmel und schon gar nicht Zatar sind im Abendland hier so üblich. Das Gewürz habe ich besorgt und es nicht bereut.
Trotz Aufwand ein tolles Gericht, kann ich Euch sagen.
Parmigiana mit Butternut Kürbis
Rezept von Yotam Ottolenghi
Zutaten für den Kürbis:
1.3 kg Butternuss-Kürbis
2 EL Olivenöl
0.5 TL feines Meersalz
Schwarzer Pfeffer
Zutaten für die Tomatensoße:
5 Eiertomaten oder z.B. Rispentomaten (enthäutet und gerieben)
1 EL Tomatenmark
1 Prise gemahlener Piment
0.5 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 Prise gemahlener Zimt
0.25 TL Zucker
0.5 TL feines Meersalz
3 EL Olivenöl
2 EL Wasser
Zutaten für die Panko-Kruste:
25 g Panko (japanisches Paniermehl gibt es auch / sogar von Leimer)
1 Zehe gepresster Knoblauch
0.5 TL Zatar
1 EL Olivenöl
Zutaten für die Fertigstellung:
4 Stängel Oregano oder frisches Basilikum
125 g Brie, Mozzarella, Taleggio (italienischer Weichkäse) oder schmelzbarer veganer Käse
1 EL Olivenöl
1.5 TL Zatar
Oreganoblätter oder frisches Basilikum
Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Kürbis längs halbieren und entkernen, nicht schälen. Die Kürbishälften in je 3 lange Spalten schneiden und diese in eine große hohe Auflaufform legen. Habe die Kürbisspalten nochmals in zwei Stücke geteilt.
Rundherum mit Öl, Salz und reichlich Pfeffer einreiben. Etwa 35 Minuten im Ofen backen, bis die Kürbisspalten gebräunt und durchgegart sind.
Die Tomaten in einer kleinen Schüssel mit Tomatenmark, allen Gewürzen, Öl und Wasser mischen. Beiseitestellen.
In einer zweiten Schüssel Panko mit Knoblauch, Zatar und Öl mischen.
Käse in dünne Scheiben schneiden. Den Kürbis aus dem Ofen nehmen, die Tomatensoße darübergeben und die Oreganostängel oder zerkleinerte Basilikumblätter dazwischenstecken. Den Käse darauf verteilen, mit der Panko-Mischung bestreuen und mit Öl beträufeln.
Den Auflauf 10-15 Minuten im Ofen garen, bis alles gebräunt ist und die Soße brodelt. Mit Zatar sowie Oregano- oder Basilikumblättern bestreuen und servieren.
Zatar ist eine traditionelle Gewürzmischung aus Nordafrika und dem Nahen Osten. Die Hauptzutat ist wilder Thymian, der oft mit gerösteten Sesamsamen, Sumach (gemahlene Steinfrüchte des Essigsbaums) und Salz gemischt wird. In der Küche wird sie häufig mit Olivenöl verrührt als Dip für Fladenbrot genutzt oder zum Würzen von Gemüse, Fleisch und Aufläufen verwendet.
🍅 Tomaten lassen sich durch kurzes Kochen enthäuten. Zuerst wird die Haut der Tomaten auf der Unterseite kreuzweise eingeritzt. Danach kommen die Tomaten für etwa dreißig bis sechzig Sekunden in kochendes Wasser, bis sich die Haut einrollt. Direkt im Anschluss werden sie in eiskaltem Wasser abgeschreckt, damit sie nicht weiter garen. Zum Schluss lässt sich die Haut von den Einschnitten aus abziehen. 🍅
Weil ich keine Oregano Stängel hatte, verwendete ich stattdessen frisches Basilikum. Yotam hätte bestimmt nichts dagegen einzuwenden gehabt.
Die Tomaten habe ich stückig geschnitten, in einer Pfanne mit ein wenig Tomatensoße (passierte Tomaten meine ich) und der entsprechenden Gewürzmischung zubereitet. Geht meiner Meinung nach auch.



