Da dies jmd im Kommentar vorgeschlagen hat, hier der Crosspost.
cross-posted from: https://feddit.org/post/36783497
Hey zusammen,
ich studiere gerade und merk immer wieder, dass ich in Phasen, wo sich viel ändert, also wenn Entscheidungen fürs Studium, den Job oder einfach den nächsten Lebensabschnitt anstehen, ewig hin und her denke. Pro und Contra sammeln, nochmal drüber schlafen, nochmal umentscheiden… und am Ende entscheid ich dann doch eher aus dem Bauch raus, meistens ziemlich spät.
Mich würd mal interessieren, wie das bei euch so läuft:
- Wie sortiert ihr euch in solchen Phasen? Aufschreiben, mit Leuten reden, spazieren gehen, einfach abwarten?
- Merkt ihr dabei Muster bei euch, also dass ihr an ähnlichen Stellen immer wieder hängen bleibt oder ähnlich entscheidet?
- Und wenn ihr mal was Wichtiges über euch gecheckt habt, wie sorgt ihr dafür, dass das nicht nach zwei Wochen wieder weg ist?
- Was habt ihr ausprobiert, das am Ende eigentlich gar nichts gebracht hat?
Bin gespannt, ob da jemand nen echten Trick hat oder ob sich alle irgendwie so durchwurschteln 😅
Generell fahre ich hiermit gut:
- keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung
- nichts wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird
- ich brauche nicht viel, um glücklich zu sein
- was andere denken, ist mir total egal
- nimm dich nicht so wichtig
- halte negative Erlebnisse aus
Ich muss dazu sagen, dass ich für diese Denkweise auch lange gebraucht habe. Aber es ist auch sehr befreiend.
Gute Tips. Sowas kommt halt auch aus steigendem Lebensalter und damit Erfahrungen, sowas wie “was andere denken, ist mir total egal” wäre für mich mit 25 nicht umsetzbar gewesen. Irgendwann wirst du halt einfach nochmal ein Stück “erwachsener”, und dann ist dir halt egal ob du mit einem Fahrradhelm uncool aussehen könnntest; du bist zufrieden auch mal zu Hause zu bleiben und nicht alles mitzumachen, weil du deinen Körper und Psyche besser kennst; nicht zuletzt machen einen schlechte Entscheidungen und Erlebnisse oder auch das Beobachten derselben im Umkreis bescheiden.
Inwieweit man so etwas auch ohne Erfahrungen internalisieren kann, da bin ich über fragt. Letztendlich entsprechen deine Gedanken ja aber stark der stoischen Denkweise. Wer nach Selbsterkenntnis sucht, dem sei das Lesen ans Herz gelegt. Ich empfehle die Selbstbetrachtungen von Marc Aurel.


