Ich habe gerade herausgefunden, dass der Medianpreis pro Quadratmeter für Wohnungen in meinem Bundesland zwischen 1.000 und 4.000 Euro schwankt; bei Häusern liegen die Preise in ähnlicher Höhe.
Ich verdiene derzeit 3.000 netto im Monat mit einer VZ-Stelle und weiß nicht einmal, ob ich überhaupt zur Mittelschicht zähle.
Ich hätte gerne ein kleines Haus, um mich nicht mit lauten Nachbarn herumschlagen zu müssen, wie dem Nachbarn oben, der es genießt, nach 22:00 Uhr Lärm zu machen, aber ich weiß nicht einmal, wie ich am besten anfangen soll.
Ich kenne ein junges Paar, das mit dem Geld seiner Eltern ein kleines Haus in einem Dorf gekauft hat und es gerade renoviert. Selbst wenn ich genug spare, um ein Haus zum Renovieren zu kaufen, habe ich so etwas noch nie gemacht. Ist das überhaupt machbar?
Ich interessiere mich nicht für dummes kommerzielles Zeug, sondern nur für robuste Sachen, die ein Leben lang halten. Ich brauche nicht einmal neue Möbel, aber vielleicht neue Fenster, eine Wärmedämmung, neue Fußböden, eine neue Zentralheizung… Die Kosten können in kurzer Zeit sehr hoch werden.
Außerdem bin ich Single, also wäre ich ganz auf mich allein gestellt. Ich genieße meine Einsamkeit.
Und bietet irgendeine politische Partei eine realistische Lösung für die Wohnungsengpässe an?
Ich bin in einer ähnlichen Situation (~3k netto und hätte gern ein eigenes Haus). Ist stark abhängig von der Lage, aber ich weiß auch nicht, wie ich mir das in meinem Leben leisten soll. Ich schiebe jeden Monat 1000€ in Aktien/ETFs und hoffe, dass ich irgendwann genug Kapital habe, um mir das leisten zu können.
Ohne Investition wird es glaube schwierig. Ein kleines Haus ist mittlerweile schon grob bei 500k€. Jeden Monat 1000€ sparen würde ich mir vielleicht mit Renteneintritt ein Haus kaufen können wenn ich nicht wegen Zinsen noch mehr zahlen will. (wenn man selber saniert ist das auch nicht kostenlos).
Mein Fazit ist: entweder zu zweit oder Investieren und hoffen
Dir ist schon bewusst, dass Immobilien zum ganz überwiegenden Teil per Kredit finanziert werden?
Dein Post klingt so, als würdest du das gerne einfach vom Sparguthaben kaufen, aber abgesehen von Lottogewinn oder Erbe, gibt es für die besagte Mittelschicht eigentlich keinen anderen Weg, in jungen Jahren an eine eigene Immobilie zu kommen. Und das ist auch schon länger so.
Mit 3k Netto, und evtl gutem Eigenkapital solltest du aber kein Problem haben, eine Finanzierung zu bekommen.
Davon abgesehen, stimmt es natürlich, dass Immobilienpreise die letzten Jahrzehnte einfach unverhältnismäßig gestiegen sind. Aber wenn du ein Eigenheim besitzen möchtest, würde ich nicht das Geld investieren und hoffen, bis du das bezahlen kannst. Deine Investments müssen dann nicht nur die Gesamt-Inflation übersteigen, sondern speziell die Preissteigerung bei Immobilien. Das muss erstmal klappen.
Einen Hauskredit kann man so gesehen auch als Investment sehen, wenn deine Tilgungsrate niedriger ist als das, was du sonst an Kaltmiete zahlen würdest. Zudem arbeiten Preissteigerung und Inflation dann eher für dich, statt gegen dich.
Wenn du dir mit 3000 netto ein Zeit plus Abo leisten kannst, hilft das hier vielleicht weiter:
https://www.zeit.de/geld/2026-10/gerd-kommer-vermoegensverwaltung-eigenheime-finanzen-immobilien
Mit Bibliotheksaccount findest du den Artikel auf Genios: https://bib-voebb.genios.de/document/ZEIO__b6f9fc9c4b58d61fb6146cd7422da141281a8ddd
Wenn du mit 3k netto keine Wohnung findest ist das echt ein Du-Problem




