Flathub hat das pauschale Verbot KI-generierter Anwendungen zurückgenommen. Stattdessen gilt jetzt eine Offenlegungspflicht. Reviewer können weiterhin ablehnen, Manifeste bleiben KI-frei.
Ich, als Mensch in einer Gesellschaft, bin nach wie vor komplett gegen KI, finde es aber interessant dass FH zuerst komplett blockt, und dann eine nuancierte Regelung nachreicht.
In einer anderen Community wird dieses Thema gerade heftigst diskutiert, und ich musste zugeben dass ich Offenheit wichtiger finde als keine KI, wenn es denn ein absolutes Entweder/Oder wäre.
So ähnlich sieht es hier auch aus.
Dennoch:Die Richtlinie besagt, dass Flathub-Manifeste „must not contain AI-generated or AI-assisted content" und dass Offenlegung sie davon nicht ausnimmt. Dasselbe gilt für den Einreichungsprozess selbst: KI-Werkzeuge dürfen keine Einreichungs-Pull-Requests öffnen oder automatisieren, keine Commit-Nachrichten und Beschreibungen generieren und keine Review-Kommentare und Antworten erzeugen; KI-Reviews anzufordern ist ebenfalls untersagt. Einreichungen müssen von Menschen vorgenommen werden.
Ich hab keine Ahnung was auf FH so läuft, aber jene andere Community erfährt gerade eine Springflut von KI-Apps. Wo ist die Zeit geblieben in der jede App erst als Beta vorgestellt, dann von Willigen getestet, und dann erst dem breiten Publikum vorgestellt wurde? Der gesamte Prozess hilft Apps von Anfang an besser zu machen und sicherzustellen dass unterschiedliche Augenpaare drauf gucken und beitragen können.
Ich glaube nicht dass diese neue Geschwindigkeit unbedingt gut ist. Im besten Fall trennt sich nach einiger Zeit die Spreu vom Weizen - aber vielleicht findet man den Weizen vor lauter Spreu nicht mehr.
Wo ist die Zeit geblieben in der jede App erst als Beta vorgestellt, dann von Willigen getestet, und dann erst dem breiten Publikum vorgestellt wurde? Der gesamte Prozess hilft Apps von Anfang an besser zu machen und sicherzustellen dass unterschiedliche Augenpaare drauf gucken und beitragen können.
Jetzt mal zynisch gefragt: hat das jemals wirklich so stattgefunden? Wenn du dich mal auf GitHub umguckst, dann gibt es jede Menge Open Source-Programme, die sich nie jemand anderes angeschaut hat. Ja, es gibt einige richtig erfolgreiche Projekte, wo hunderte oder tausende Leute zusammen agieren. Aber in den meisten Fällen entwickelt das ein Mensch, bekommt dann halt maximal ein paar Tickets mit Bugs oder Feature-Requests. Es ist schon vor der KI selten gewesen, dass wirklich mehrere Leute zusammen am Code arbeiten und sich gegenseitig kontrollieren und verbessern.
Jetzt mal zynisch gefragt: hat das jemals wirklich so stattgefunden?
Absolut, nach wie vor. Schau dich nur mal um bei verschiedenen OpenSource-Projekten groß (z.B. ein Desktop environment) oder klein (z.B. ein alternatives mobiles BS, Apps dafür).
Und ich hab ja nicht gesagt dass es mehr als ein Entwickler sein muss. Ein Entwickler, ein paar mutige die das testen und entweder im Forum oder über Issues Verbesserungsvorschläge machen, und noch weitere die das mitverfolgen und dann auch Feedback geben können. Das Prinzip der vielen Augenpaare eben.
Mit Vibecoding alles über Bord geworfen - jeder ist direkt sein eigener Star und schmeißt in weniger als 24h bühnenreife Software raus. Und wie die sich direkt angepisst fühlen wenn man mal was kritisiert, egal ob’s der Code selbst oder die Transparenz ist.
Hört sich das zynisch an? Ja, weil ich diesen Umbruch gerade konkret in Echtzeit miterlebe. Kleines Projekt, lebendiges Forum. Glaubst du die wenigen Entwickler die bisher den Löwenanteil akribisch allein gemacht haben freuen sich übr diese Flut? Nein, tun sie nicht.




