Das ist erstmal irgendeine Behauptung. Ich will doch als Anleger, dass die Substanz aus der ich meinen Mietzins beziehe langfristig erhalten bleibt oder im zweifel sogar durch Sanierung aufgewertet wird, damit ich den Mietzins erhöhen kann.
Sie kann grundsätzlich günstiger sein, geschieht ja aber unter den selben wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (hoher Zins, Teuerung), denen alle anderen Vermieter in Berlin unterworfen sind. Sie muss nicht günstiger sein und auf dem Weg kann viel schiefgehen. Aber paar neue Pöstchen springen dabei bestimmt raus.
Naja man kann ja die Lohnkostendifferenz zwischen öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften/privaren Wohnungsbaukonzernen mit den Gewinnen von größeren Wohnungsbaukonzernen vergleichen. Das mag zwar nicht allgemeingültig sein (z. B. in schlechten Zeiten für VermieterInnen, die aber derzeit in Berlin nicht gelten), also ganz aus der Luft gegriffen ist das jetzt auch nicht.
Das kann man gut und gerne als rein theoretische Möglichkeit abheften. Sparkassen schütten so gut wie nichts an ihre Eigentümer aus. Ab und zu gibt es pressewirksam eine Spende an einen Kindergarten oder einen Barfußpfad. Das wars.
2024 haben die hessischen Sparkassen (random Stichprobe) 35 Millionen an ihre Kommunen ausgeschüttet. Ob das viel oder wenig ist, sei dahin gestellt. Grundsätzlich müssen die Sparkassen, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, ca. 80 % ihres Gewinns in Kapitalrücklagen (als Sicherheit der Einlagen) stecken und ca. 20 % werden an die Träger abgegeben / gespendet. Es gibt für Sparkassen nur folgende Möglichkeiten, den Gewinn zu handhaben: Rücklagen bilden, ins nächste Geschäftsjahr übertragen, an den Träger ausschütten oder Spenden.
Das mögen sich irgendwelche Boomer so wünschen, das ist nirgendwo festgelegt.
Das ist gesetzlich exakt so festgelegt, nämlich in den Sparkassengesetzen der Länder. Z. B. (wieder random Stichprobe) gilt in BW laut § 6 Absatz 1 SpG (erster Satz):
“Die Sparkassen sind selbstständige Wirtschaftsunternehmen in kommunaler Trägerschaft mit der Aufgabe, auf der Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse vorrangig in ihrem Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft, insbesondere des Mittelstands, und der öffentlichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen auch in der Fläche sicherzustellen.”
Sind halt Teil der kommunalen Daseinsfürorge.
Die Landesbank hat sich völlig aus der DKB zurückgezogen, die DKB ist keine Tochter mehr.
Wenn nicht mehr Wohnraum geschaffen wird ändert es nichts am Wohnungsmangel. Der gemeine Berliner kann dann noch immer nicht umziehen, auch wenn er, könnte er in eine der dann vergemeinschafteten Wohnungen ziehen, dann weniger Miete zahlen würde. Ich könnte auch mehr Rentner in zu große Vierzimmerwohnungen setzen, mich freuen, dass die jetzt günstig wohnen. Bringt das der jungen Familie was?
Ja, es werden dadurch keine Wohnungen gebaut, da hilft nur Wohnungen bauen :)
Alle die in den öffentlichen Wohnungen wohnen, zahlen dann halt weniger Miete. Hab mich schon häufig für öffentliche Wohnungen als Mieterin beworben. Da wird eigentlich immer zu bewerbung geprüft, wie viele einziehen und wer (z. B. mit kindern, behinderte, leute die sonst obdachloswerden, etc…). Die wohnungen werden immer bedarfsgerecht ausgebeben, ich bekomme als alleinstehender renter also keine 4 zimmer-wohnung zugeteilt. Dass trotzdem renter in zu großen öffentlichen wohnungen bleiben, hat damit zu tun, dass wenn z. B. die partnerin stirbt, die leute weiter wohnrecht behalten (bei mir wars damals die WG, die sich verkleinert hat, sobald man einmal angemietet hat, wurde das nicht mehr regelmäßig geprüft oder so, nur bei neuen Verträgen oder großen vertragsänderungen.
Es gibt da auch eine Prioritätenliste (das waren keine sozialwohnungen), jemand mit neugebohrenem und auslaufendem mietvertrag wurde z. B. in der warteliste hochgestuft. Eigentlich ganz nice, auch wenn ich persönlich immer ewig warten musste auf der liste.
Relevant sind hier die Gewinne bzw. dass keine Verluste anfallen. Das Potenzial direkt auf den desolaten Berliner Haushalt durchzuschlagen, ist jedenfalls enorm.
Ich glaube so langsam die diskussion ufert ein bisschen aus und mündet statt in einer gemeinsamen erkenntis aus unseren argumenten eher in rechthaberei (auch meinerseits).
Auch wenn es nicht höflich ist, sich, nachdem man das letzte wort hatte, rauszuziehen, tue ich das hiermit, sonst steigere ich mich noch random in was rein :)
Edit: bin verpeilt, das letzte Wort hast natürlich du und nicht ich, wenn ich mich verziehe
Was die Haltersauer einer Aktie Mit der Amortisation von Unternehmens Investitionen zu tun haben soll, ist mir nicht ganz klar. Würde das korrelieren, würden Aktien Unternehmen ja grundsätzlich keine langfristigen bzw. im Zeitverlauf weniger langfristige Investitionen tätigen. Dafür gibt es keine Anhaltspunkte.
Deutschlandweit machen die sich eher einen schlanken Fuß und bilden lieber Rücklagen, weil haben besser als brauchen.
Und wie du hier selbst zitierst sind die von Gesetzeswegen nicht zum aufstellen von Geldautomaten an jeder Milchkanne verpflichtet. Kreditwirtschaft geht heute auch ohne Bargeld oder Filiale.
Und die bedarfsorientierte Vergabe von Wohnungen in öffentlicher Hand klingt sinnvoll, wenn man ignoriert dass die Bedarfsungerechte Verteilung heute Ergebnis bestehender Regulierung ist. Noch dazu neue Regulierung wie auch die Vergesellschaftungen jetzt nicht nach Bedarf zuteilen sondern diejenigen segnen, die zufälligerweise jetzt darin wohnen. Schön für die Besserverdiener darin. Nicht gerechter. Wie man mir hier andernorts erklärt ist ja keine Verstaatlichung sondern Umwandlung in eine Genossenschaft geplant, was den Spielraum in Zukunft ja in die Hand der Genossen und eben nicht der Stadt gibt.
Ja ist nur ne Behauptung, aber so ne Amortisation für ne energetische Sanierung liegt gerne mal bei 15 Jahren. Da schätze ich den Aktienmarkt ein wenig volatiler ein. https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/globalisierung/52590/aktienbestand-und-aktienhandel/ unten findest du eine Tabelle mit der typischen Haltedauer von AktionärInnen, die liegt bei unter einem Jahr,
Naja man kann ja die Lohnkostendifferenz zwischen öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften/privaren Wohnungsbaukonzernen mit den Gewinnen von größeren Wohnungsbaukonzernen vergleichen. Das mag zwar nicht allgemeingültig sein (z. B. in schlechten Zeiten für VermieterInnen, die aber derzeit in Berlin nicht gelten), also ganz aus der Luft gegriffen ist das jetzt auch nicht.
2024 haben die hessischen Sparkassen (random Stichprobe) 35 Millionen an ihre Kommunen ausgeschüttet. Ob das viel oder wenig ist, sei dahin gestellt. Grundsätzlich müssen die Sparkassen, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, ca. 80 % ihres Gewinns in Kapitalrücklagen (als Sicherheit der Einlagen) stecken und ca. 20 % werden an die Träger abgegeben / gespendet. Es gibt für Sparkassen nur folgende Möglichkeiten, den Gewinn zu handhaben: Rücklagen bilden, ins nächste Geschäftsjahr übertragen, an den Träger ausschütten oder Spenden.
Das ist gesetzlich exakt so festgelegt, nämlich in den Sparkassengesetzen der Länder. Z. B. (wieder random Stichprobe) gilt in BW laut § 6 Absatz 1 SpG (erster Satz): “Die Sparkassen sind selbstständige Wirtschaftsunternehmen in kommunaler Trägerschaft mit der Aufgabe, auf der Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse vorrangig in ihrem Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft, insbesondere des Mittelstands, und der öffentlichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen auch in der Fläche sicherzustellen.” Sind halt Teil der kommunalen Daseinsfürorge.
Habe es nochmal nachgelesen, das stimmt nicht. Die DKB ist derzeit weiterhin 100 %ige Tochter der Bayern LB, die wiederum zu 80 % dem Land und zu 20% den bayrischen Sparkassen gehört: https://www.bayernlb.de/internet/de/blb/resp/bayernlb_rd/nachricht_379074.jsp
Du meinst bestimmt den Widerruf der Patronatserklärung (hab das Wort selbst zum ersten mal gehört, ist was schuldenrechtliches) 2021, das hat aber nicht direkt was mit der Eigentümerstruktur zu tun: https://www.nordlb.de/meine-nordlb/download/research-dokument-11531?cHash=2dd2db693ce91da64c003e33028b0418
Ja, es werden dadurch keine Wohnungen gebaut, da hilft nur Wohnungen bauen :) Alle die in den öffentlichen Wohnungen wohnen, zahlen dann halt weniger Miete. Hab mich schon häufig für öffentliche Wohnungen als Mieterin beworben. Da wird eigentlich immer zu bewerbung geprüft, wie viele einziehen und wer (z. B. mit kindern, behinderte, leute die sonst obdachloswerden, etc…). Die wohnungen werden immer bedarfsgerecht ausgebeben, ich bekomme als alleinstehender renter also keine 4 zimmer-wohnung zugeteilt. Dass trotzdem renter in zu großen öffentlichen wohnungen bleiben, hat damit zu tun, dass wenn z. B. die partnerin stirbt, die leute weiter wohnrecht behalten (bei mir wars damals die WG, die sich verkleinert hat, sobald man einmal angemietet hat, wurde das nicht mehr regelmäßig geprüft oder so, nur bei neuen Verträgen oder großen vertragsänderungen. Es gibt da auch eine Prioritätenliste (das waren keine sozialwohnungen), jemand mit neugebohrenem und auslaufendem mietvertrag wurde z. B. in der warteliste hochgestuft. Eigentlich ganz nice, auch wenn ich persönlich immer ewig warten musste auf der liste.
Man kann bei den öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften die Bilanzen öffentlich einsehen. Die machen fast immer soliden gewinn und schütten geld an die kommunen aus, statt welches zu kosten. deshalb meinte ich ja die schulden sind investitionsschulden, die wirtschaften in deutschland sehr gut. Wieder random beispiel: https://www.saga.hamburg/SAGA.Hamburg/Über-uns/Unternehmensgruppe/Geschäftsbericht/2025/SAGA Geschäftsbericht 2025.pdf
Ich glaube so langsam die diskussion ufert ein bisschen aus und mündet statt in einer gemeinsamen erkenntis aus unseren argumenten eher in rechthaberei (auch meinerseits). Auch wenn es nicht höflich ist, sich, nachdem man das letzte wort hatte, rauszuziehen, tue ich das hiermit, sonst steigere ich mich noch random in was rein :)
Edit: bin verpeilt, das letzte Wort hast natürlich du und nicht ich, wenn ich mich verziehe
Was die Haltersauer einer Aktie Mit der Amortisation von Unternehmens Investitionen zu tun haben soll, ist mir nicht ganz klar. Würde das korrelieren, würden Aktien Unternehmen ja grundsätzlich keine langfristigen bzw. im Zeitverlauf weniger langfristige Investitionen tätigen. Dafür gibt es keine Anhaltspunkte.
Das mit Hessen lassen wir mal nicht dahingestellt. Zumindest der Rechnungshof hat es als zu gering kritisiert. https://www.hessenschau.de/wirtschaft/sparkassen-sollen-mehr-von-ihrem-gewinn-an-kommunen-geben-v1,rechnungshof-sparkassen-gewinnausschuettung-100.html
Deutschlandweit machen die sich eher einen schlanken Fuß und bilden lieber Rücklagen, weil haben besser als brauchen.
Und wie du hier selbst zitierst sind die von Gesetzeswegen nicht zum aufstellen von Geldautomaten an jeder Milchkanne verpflichtet. Kreditwirtschaft geht heute auch ohne Bargeld oder Filiale.
Und die bedarfsorientierte Vergabe von Wohnungen in öffentlicher Hand klingt sinnvoll, wenn man ignoriert dass die Bedarfsungerechte Verteilung heute Ergebnis bestehender Regulierung ist. Noch dazu neue Regulierung wie auch die Vergesellschaftungen jetzt nicht nach Bedarf zuteilen sondern diejenigen segnen, die zufälligerweise jetzt darin wohnen. Schön für die Besserverdiener darin. Nicht gerechter. Wie man mir hier andernorts erklärt ist ja keine Verstaatlichung sondern Umwandlung in eine Genossenschaft geplant, was den Spielraum in Zukunft ja in die Hand der Genossen und eben nicht der Stadt gibt.