Softwareheini, NRW

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  • Was die Haltersauer einer Aktie Mit der Amortisation von Unternehmens Investitionen zu tun haben soll, ist mir nicht ganz klar. Würde das korrelieren, würden Aktien Unternehmen ja grundsätzlich keine langfristigen bzw. im Zeitverlauf weniger langfristige Investitionen tätigen. Dafür gibt es keine Anhaltspunkte.

    Das mit Hessen lassen wir mal nicht dahingestellt. Zumindest der Rechnungshof hat es als zu gering kritisiert. https://www.hessenschau.de/wirtschaft/sparkassen-sollen-mehr-von-ihrem-gewinn-an-kommunen-geben-v1,rechnungshof-sparkassen-gewinnausschuettung-100.html

    Deutschlandweit machen die sich eher einen schlanken Fuß und bilden lieber Rücklagen, weil haben besser als brauchen.

    Und wie du hier selbst zitierst sind die von Gesetzeswegen nicht zum aufstellen von Geldautomaten an jeder Milchkanne verpflichtet. Kreditwirtschaft geht heute auch ohne Bargeld oder Filiale.

    Und die bedarfsorientierte Vergabe von Wohnungen in öffentlicher Hand klingt sinnvoll, wenn man ignoriert dass die Bedarfsungerechte Verteilung heute Ergebnis bestehender Regulierung ist. Noch dazu neue Regulierung wie auch die Vergesellschaftungen jetzt nicht nach Bedarf zuteilen sondern diejenigen segnen, die zufälligerweise jetzt darin wohnen. Schön für die Besserverdiener darin. Nicht gerechter. Wie man mir hier andernorts erklärt ist ja keine Verstaatlichung sondern Umwandlung in eine Genossenschaft geplant, was den Spielraum in Zukunft ja in die Hand der Genossen und eben nicht der Stadt gibt.















  • Die unsichtbare Hand regelt garnichts perfekt, auch weil das am Ende im Auge des Betrachters liegt. Höchstens effizient. Und grade auf dem Wohnungsmarkt haben wir viele Betrachter und zahlreiche Zielkonflikte. Günstige Mieten vs. modernen, energetisch sanierten Wohnraum. Wunderschäne Asphaltwüste auf dem Tempelhofer Feld vs. Bauland.

    Das interessanteste ist aber, dass all diese Marktkritiker am Ende denken, dass ein Staat der sich aus genau so fehlbaren, korrupten und korrumpierbaren Gestalten zusammensetz dann am Ende bessere Ergebnisse hervorbringt. Weil den wählen wir ja mit Glück alle paar Jahre mal.




  • Ich würde sogar behaupten dass bei den heutigen AnlegerInnenstrukturen es sogar sehr schwierig ist, privat langfristig gut zu wirtschaften, denn hier sind schnelle Ergebnisse sehr wichtig, um die AnlegerInnen bei Laune zu halten und Sanierungen liefern definitiv eher langfristige Vorteile.

    Das ist erstmal irgendeine Behauptung. Ich will doch als Anleger, dass die Substanz aus der ich meinen Mietzins beziehe langfristig erhalten bleibt oder im zweifel sogar durch Sanierung aufgewertet wird, damit ich den Mietzins erhöhen kann. Alas, genau das verbietet der Milieuschutz in Berlin ja teilweise, wenn man so Luxussanierungen wie checks notes Duschkabinen einbaut. Eine Farce!

    Diese ist aber günstiger als die permanente enorme private gewinnabschöpfung und hat zudem nicht nur nachteile.

    Sie kann grundsätzlich günstiger sein, geschieht ja aber unter den selben wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (hoher Zins, Teuerung), denen alle anderen Vermieter in Berlin unterworfen sind. Sie muss nicht günstiger sein und auf dem Weg kann viel schiefgehen. Aber paar neue Pöstchen springen dabei bestimmt raus.

    Die Sparkassen arbeiten mit gewinnabschöpfung durch die Kommunen

    Das kann man gut und gerne als rein theoretische Möglichkeit abheften. Sparkassen schütten so gut wie nichts an ihre Eigentümer aus. Ab und zu gibt es pressewirksam eine Spende an einen Kindergarten oder einen Barfußpfad. Das wars.

    Zudem haben die Sparkassen unter anderem den politischen Zweck, auch in ländlichen gegenden Filialen und Automaten zu betreiben

    Das mögen sich irgendwelche Boomer so wünschen, das ist nirgendwo festgelegt.

    Ein Beispiel für eine öffentliche direktbank mit günstigen Konditionen ist imho die DKB als Tochter der bayrischen Landesbank.

    Die Landesbank hat sich völlig aus der DKB zurückgezogen, die DKB ist keine Tochter mehr.

    So wie ich es verstanden habe, war das aber auch gar nicht der Anspruch der Vergesellschaftung, zumindest hab ich noch nie als Argument gehört, dass dadurch mehr Wohnraum geschaffen wird.

    Wenn nicht mehr Wohnraum geschaffen wird ändert es nichts am Wohnungsmangel. Der gemeine Berliner kann dann noch immer nicht umziehen, auch wenn er, könnte er in eine der dann vergemeinschafteten Wohnungen ziehen, dann weniger Miete zahlen würde. Ich könnte auch mehr Rentner in zu große Vierzimmerwohnungen setzen, mich freuen, dass die jetzt günstig wohnen. Bringt das der jungen Familie was?

    Das gilt genauso für unser privates Beispiel vonovia (40 mrd. Euro schulden), trotzdem können diese gewinne erwirtschaften.

    Hohe Schulden an sich sind ja nicht das Problem. Ich habe auch höhere Schulden als der mittlere Azubi. Relevant sind hier die Gewinne bzw. dass keine Verluste anfallen. Das Potenzial direkt auf den desolaten Berliner Haushalt durchzuschlagen, ist jedenfalls enorm.


  • Es ist halt die Aufgabe der Repräsentanten das dann, möglichst verfassungskonform, umzusetzen.

    Nö, die sind auch in Berlin nicht rechtsverbindlich. Da gilt also nicht, dass es passieren muss “koste es was es wolle”. Und was der Souverän möchte ist bezahlbare Mieten und einen funktionierenden Wohnungsmarkt. Hier wurde ihm eine Maßnahme versprochen, der vorgibt die Mieten zu senken. Ob das so eintritt, steht auf einem anderen Blatt.

    Das (schräge) Vergleichsbild mit deinen AfD Wahlergebnissen wäre aber, dass wir die AfD Abgeordneten nach einer Wahl nicht ins Parlament lassen.

    Nope, du hast dir weiter oben ja schon die Kritik an den Wahlergebnissen verboten. Ich sage es jetzt mal: Der Wähler macht auch fehler. Die AfD zu wählen ist dumm. Das macht mich nicht weniger demokratisch. Und natürlich wird die Ausgestaltung dieser Vergemeinschaftungspläne auch durch die Instanzen geprügelt und an vielen Stellen korrigiert werden. Die Zeche bezahlt dann der Steuerzahler in Berlin.