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    7 days ago

    Ich glaube da reicht die Mitgliederliste des Verbandes der Familienunternehmen Geldadeligen

    Familie Quandt seit dem 16. Jahrhundert vermögende und herrschende Elite

      • DrunkenPirate@feddit.org
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        7 days ago

        Ich finde die Quelle nicht mehr. Wiki sagt die sind im 17 Jahrhundert aus Holland eingewandert und haben mit Tuch und Weberei gemacht.

        In Holland sind die im 16. Jahrhundert durch Handel reich geworden. Klassische holländische Kaufleute.

        500 Jahre Reichtum und Macht - die Familie Quandt.

        • Melchior@feddit.org
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          7 days ago

          Schwer reiche übernehmen eher selten die Firma ihres Arbeitgebers, wie es der Emil Quandt getan hat. Klingt für mich wie jemand aus der oberen Mittelschicht, der gut geheiratet hat und ein “guter” Manager war.

          • DrunkenPirate@feddit.org
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            7 days ago

            Es steht ja tatsächlich bei Wiki im Detail. Der Emil hat die Tochter des Fabrikbesitzers geheiratet und war mit 6 Jahre Halbwaise. Über die vorherigen Verhältnisse steht sort nichts. Ich vermute aber es waren keine einfachen Leute. Sowas gab es damals nicht. Da wurde Ständisch geheiratet. Welcher Fabrikbesitzer vergibt seine Tochter an einen Habenichts und übergibt ihm noch die Fabrik?

            Bei so generationellen Dingen kann es immer mal individuelle Schicksalsschläge geben. Ausschlaggebend ist, dass die Familie wohlhabend bleibt über viele Generationen hinweg. Piketti hat das im großen Stil nachgewiesen. In England wurde das anhand von Namensstudien auch bewiesen.

            Edit: Hier ist ein schöner Artikel aus England?!? Oh Schreck, die Quandt Magda, die ist später des Göbbels Magda geworden. Wtf.

            Und ja, reich waren sie damals mit der Tuchfabrik noch nicht so recht. Das ging erst so richtig steil nach oben mit der Spezialisierung auf Militärgüter.

            www.frankjacobs.com/article/quandt/

            Editedit: TIL: Wenn BMW in die Militärproduktion einsteigt, dann ist ein Krieg nicht mehr lang dahin. Die Quandts‘ kennen sich mit Kriegskassemachen aus.

            • brainwashed@feddit.org
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              7 days ago

              Welcher Fabrikbesitzer vergibt seine Tochter an einen Habenichts und übergibt ihm noch die Fabrik?

              Einer ohne kompetenten Sohn, der die Fabrik übernehmen kann.

              Bei so generationellen Dingen kann es immer mal individuelle Schicksalsschläge geben. Ausschlaggebend ist, dass die Familie wohlhabend bleibt über viele Generationen hinweg.

              Gibt genug Gegenbeispiele die in Summe der Grund sind, warum heute ein Musk und nicht irgendein Vanderbilt an Platz 1 der reichsten Leute ist. Und wenn Musk stirbt, gibt es ja ca. 213 Nachkommen, die sich um das Erbe zanken.

              • DrunkenPirate@feddit.org
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                7 days ago

                Klar gibt es Gegenbeispiele, deshalb sind wissenschaftliche Langzeitstudien auch wichtig. So wie Piketti und diese Studie aus England, die die Wollstandsübertragumg anhand von Familiennamen nachwies. Einmal reiche Familienlinie, bleibt reiche Familienlinie.

                We estimate from surname lineages that as an upper bound for En- gland that on average from 1890 to 2012 at maximum only 43% of the capital stock in any generation derived from inheritance, with 57% created de novo. This result is observed in a sample of families where there is stronger-than-expected multigenerational persistence of wealth, so it is not a product of an unusually wealth-mobile set of families.

                But there is nothing in English history from 1858 to 2012 to suggest that wealth inheritance itself explains most of current wealth. In all periods wealth creation de novo accounts for most wealth. Yet this is consistent with the tendency to create new wealth to also be inherited within family lineages.

                https://neilcummins.com/Papers/cctlr.pdf

                Warum der Habenichts die Fabrik bekommen hat, beantwortet diese Studie btw auch. Es ist das Humankapitla bzw. die Attitüde der Schicht. Selbst ein Habenichts aus einer Unternehmerfamilie, wird schneller zum Unternehmer als einer aus der Arbeiterschicht. Vorgelebt bekommen, Kontakte bekommen und Lebenseinstellung übernommen.

                • brainwashed@feddit.org
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                  7 days ago

                  Ich glaube, wir reden über unterschiedliche Dinge. Es wird gerne behauptet, „die“ werden immer reicher über Generationen. ist nicht der Fall. Reiche Familien werden auch immer mal wieder ärmer. Und wenige Gegenbeispiele beweisen nicht das Gegenteil. Selbst bei Vermögenserhalt werden bei einem Superreichen in mehreren Generationen mehrere Dutzend nicht mehr so super reiche.

                  Selbst piketti, der ne klare Story erzählen will schafft es ja nicht dazulegen, dass alles ererbt wird. ausschließlich England anzuschauen über 120 Jahre ignoriert dann auch mal halb Europa, das durch Krieg und Kommunismus enteignet wurde.

                  • DrunkenPirate@feddit.org
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                    7 days ago

                    … ignoriert dann auch mal halb Europa, das durch Krieg und Kommunismus enteignet wurde.

                    Da ist was dran. Der einzige Schlussstrich in der Geschichte ever: Kommunismus und die Enteignung der Besitzenden in Osteuropa.

                    Das zeigt im Umkehrschluss wie beständig diese Besitzenden sind. Ist ja kein Zufall, dass es keine Milliardäre in Ostdeutschland gibt, keine Familienunternehmer Geldadel. Und auch keine echten Adeligen mit Landgütern mehr.

                    Natürlich gibt es beim Geldadel auch familiäre Themen und es gibt auch mal weniger Geld. Mir scheint, du vergleichst das mit Normalos. Weniger Geld heisst idR immer noch mehr als wir je haben werden. Und weniger Geld haben die nur, wenn es Rezession oder Krieg gibt. Dann haben alle Normalos genau ihre Kleider am Leib und n bissl etwas. Geldadel hat Grundstücke, Immos und Fabriken.

                    Schau dir doch die Geschichte an, wie es der Adel über Jahrhunderte und Generationen geschafft, sein Vermögen und Macht zu erhalten.

                    Jetzt schau die mal das Tagungsprogramm des Geldadels auf den Tagungen der Familenunternehmern an. Da geht es genau darum, wie erhalte ich Vermögen (so wie der Adel es geschafft hat).

                    Jetzt nimm mal 250.000.000 Euro (250 Mill EU) und rechne aus über wie viele Generationen und Jahre das Geld vererbt werden muss, um bei 250.000 Euro pro Nase zu landen. Wir gehen mal von Rendite und Inflation plusminusnull aus. 3 Kinder pro Ehe. Eine Generation ist ca. 30 Jahre.

                    Da brauchst du ganz schön lange um das Geld „aufzubrauchen“. 6-7 Generationen mit ca 180-210 Jahre um auf Normaloniveau runter zu kommen. 1.000 Kindeskinder sind da nötig.

            • Melchior@feddit.org
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              7 days ago

              Das war ein Unternehmen mit an einem Punkt 70 Angestellten. Quandt hat sich da anscheint zum Geschäftsführer hochgearbeitet und das Unternehmen über Jahrzehnte zusammengekauft. Immer wieder etwas mehr. Dazu dann noch eingeheiratet und damit kriegt man so etwas. Dazu braucht man eine entsprechende Ausbildung, deshalb gehe ich von oberer Mittelschicht aus.

              https://de.wikipedia.org/wiki/Draegersche_Tuchfabrik

              Nur so Döpfner hat übrigens mal so eben 15% von Axel Springer SE geschenkt bekommen. Also auch so etwas passiert mal.

              Es ist eigentlich auch egal. Familien werden ab und zu reich und ab und zu auch wieder arm. Das passiert halt immer wieder. Bei den Quandts sind wir jetzt auch bei über 100 Jahren extremen Reichtum, was sie über zwei Weltkriege hinweg sogar vermehrt haben. Ich sehe auch nicht, wie sie das alles wieder verlieren.